Kategorie: Italien

Wu Ming: Früher kämpften afrikanische Partisan*innen in Macerata


Das Bataillon Mario
Das Bataillon Mario
                                                                                                                Quelle: www.wumingfoundation.com


Am 3. Februar schoss ein italienischer Faschist und erfolgloser Lega-Kandidat in der Stadt Macerata aus dem Auto auf Afrikaner*innen und verletzte dabei sechs Menschen. Unmittelbarer Anlass für die Tat war wohl die Diskussion um den Tod einer jungen Italienerin. Es ist noch unklar, ob sie an einer Überdosis Heroin starb oder ermordet wurde, Hauptverdächtiger ist ein junger Nigierianer. Kurz nach dem Anschlag wurde der Schütze festgenommen, als er in eine italienische Flagge gehüllt vor einem Gefallenendenkmal stand und den römischen Gruß zeigte. Er gestand die Schüsse.

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Klassenkampf, murmelte das Gespenst


eine Miniserie in zwei Teilen/1

Übersetzung des Beitrags von Mauro Vanetti

"Wir alle haben eine Freundin, einen Genossen,  Verwandte, Nachbarn, Kollegin, die noch vor ein paar Jahren eindeutig links waren, seit einiger Zeit aber die Manie haben, zwielichtige Blogs zu lesen, Facebookseiten zu folgen, die perplex machen, und nurmehr ausgemachten Unsinn verzapfen, den sie als wichtigen Beitrag gegen den Strom ausgeben, der aber an Salvini erinnert, jedoch als scheinbar "kommunistische" Version ....".

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„Radio Alice ist zweifelsohne auch der Name einer Pizzeria“: das Kapital & 19siebenundsiebzig


Autor: Wolf Bukowski

Das Jahr 1968 ist derzeit besonders in akademischen wie medialen Munden oder wie Pasolini sagen würde, gehören die sich damit befassenden Beiträge nebst Autoren mit pikanter Soße gegessen. Traduzione veröffentlicht hier ein Beitrag zu einem weniger runden Datum, dessen revolutionäre Tradition angeblich in der markt-gerechten Verwertung weiterlebt. Der aus dem Italienischen übersetzte Artikel ist ein lesenswertes Lehrstück der integrativen Leistung kapitalistischer Eselei (und ihrer „linken“ Protagonisten), die Gold kacken kann.

 Teil I

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Nationalversammlung der Riders: neue Kampf- und Organisationsformen



von Paolo Scanga, 18 aprile 2018

bei DINAMOPRESS: unabhängiges Informationsprojekt, das am 11. November 2012 aus der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen sozialen Räumen in Rom, professionellen Journalisten, Universitätsforschern, Videoproduzenten und Aktivisten entstanden ist.

übersetzt von Roberto Greco


Foodora, Deliveroo, Glovo und JustEat. Das sind die Lebensmittelketten, die von mehr als hundertfünfzig Arbeitern bei der Nationalversammlung der Riders vertreten wurden. Aus Bologna, Mailand, Turin und vielen anderen Städten haben die Fahrer, wie auch viele Unterstützer, auf den Aufruf des Kollektivs Riders Union Bologna reagiert. Außerdem waren Vertreter des Collectif des livreurs autonomes de Paris (CLAP) und des Collectif des coursier-e-s aus Belgien anwesend. Ein Baustein, der darstellt, wie zentral der kontinentale Raum ist, um zu versuchen, eine organisatorische und fordernde Plattform zu diesen Ketten der multinationalen Ausbeutung aufzubauen. Continue reading „Nationalversammlung der Riders: neue Kampf- und Organisationsformen“

#Pasolini – Schrecken bei jeder Art des Faschismus


Sein #extremer Antifaschismus ist ein Antidot zu den Giften dieser Tage

Quelle: Wuming am 21.02.2018 in

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Autor: Wuming1

Vor ein paar Jahren, haben wir uns in der Zeitschrift Internationale mit dem toxischen Mythos über Pasolini, „der die Polizei verteidigt“, beschäftigt, ein Mythos, der im aufgeregten und dekontextualisierten Zitieren des Gedichts Il PCI ai giovani entstand.     //übersetzt v. G.Melle

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Italien: Casa Pound – Faschismus für das 3. Jahrtausend?


Quelle: https://www.bpb.de    Autor:  Jan-Christoph Kitzler

Eine massenkompatible Bewegung haben die Neofaschisten von Casa Pound in Italien geschaffen. Von ihrer Zentrale in Rom aus, wollen sie das Erbe Mussolinis ins „dritte Jahrtausend“ führen.

 

Casa pound
Mitglieder der rechtsextremen Casa Pound bei einer Demonstration in Rom.

Deutsche Neonazis und Vertreter der so genannten Neuen Rechten blicken mit Neid in Richtung Italien. Immer wieder pilgern Delegationen nach Rom zur Zentrale der rechtsextremen Bewegung Casa Pound und veröffentlichen anschließend ihre begeisterten Berichte, die man auch im Internet nachlesen kann. Casa Pound hat offensichtlich etwas geschaffen, wovon deutsche Rechtsextreme noch träumen: eine Bewegung, die mit ihren Botschaften und Aktionen massenkompatibel geworden ist, die oszillierend zwischen Popkultur und rechter Subkultur und unter dem Schlagwort Nonkonformismus vor allem junge Menschen erreicht.


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Der „Nazi-Wüstenfuchs“ in den Valcellina-Bergen


Quelle der Übersetzung: „Il senso del PD per il camerata Rommel“, da Nicoletta Bourbaki·Mercoledì 4 ottobre 2017

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Das Werbebanner des Rennens: Beachten Sie das FVG Region Logo unter den Sponsoren „.

Der Werbe-Claim der Initiative wird inspiriert durch die Anwesenheit des jungen Erwin Rommel, dem späteren Nazi-Kommandanten, auf den Rennplätzen während des Ersten Weltkriegs. Es wird ein triviales Laufrennen gegeben, das sich ganz einfach an dem hundertjährigen Jubiläum eines historischen Ereignisses orientiert, um die Schönheiten „eines der höchsten Wildnisgebiete Europas“ zu bewerben.

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