Kategorie: Italien

Italien: Casa Pound – Faschismus für das 3. Jahrtausend?

Quelle: https://www.bpb.de    Autor:  Jan-Christoph Kitzler

Eine massenkompatible Bewegung haben die Neofaschisten von Casa Pound in Italien geschaffen. Von ihrer Zentrale in Rom aus, wollen sie das Erbe Mussolinis ins „dritte Jahrtausend“ führen.

 

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Mitglieder der rechtsextremen Casa Pound bei einer Demonstration in Rom.

Deutsche Neonazis und Vertreter der so genannten Neuen Rechten blicken mit Neid in Richtung Italien. Immer wieder pilgern Delegationen nach Rom zur Zentrale der rechtsextremen Bewegung Casa Pound und veröffentlichen anschließend ihre begeisterten Berichte, die man auch im Internet nachlesen kann. Casa Pound hat offensichtlich etwas geschaffen, wovon deutsche Rechtsextreme noch träumen: eine Bewegung, die mit ihren Botschaften und Aktionen massenkompatibel geworden ist, die oszillierend zwischen Popkultur und rechter Subkultur und unter dem Schlagwort Nonkonformismus vor allem junge Menschen erreicht.


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Der „Nazi-Wüstenfuchs“ in den Valcellina-Bergen

Quelle der Übersetzung: „Il senso del PD per il camerata Rommel“, da Nicoletta Bourbaki·Mercoledì 4 ottobre 2017

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Das Werbebanner des Rennens: Beachten Sie das FVG Region Logo unter den Sponsoren „.

Der Werbe-Claim der Initiative wird inspiriert durch die Anwesenheit des jungen Erwin Rommel, dem späteren Nazi-Kommandanten, auf den Rennplätzen während des Ersten Weltkriegs. Es wird ein triviales Laufrennen gegeben, das sich ganz einfach an dem hundertjährigen Jubiläum eines historischen Ereignisses orientiert, um die Schönheiten „eines der höchsten Wildnisgebiete Europas“ zu bewerben.

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Die PD von Friaul-Julisch Venetien und die historische Märchenstunde zu Rommel: ein Kurzschluss

Quelle: Wu Ming 4.10.2017 deutsche Übersetzung FHecker

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Paris, Juni 1940. Rommel, Kommandant der Frankreichinvasion, begrüßt Hitler bei dessen Besuch. Nicoletta Bourbaki setzt in der Reihe Mythologien den Akzent auf den Buchstaben, und konfrontiert ihn mit historischen Wahrheiten. Klicken Sie auf das Foto, um den Artikel zu lesen

// // Ein Bergrennen, das einer der Säulen des Dritten Reiches gewidmet ist, dies mit Unterstützung regionaler Organisationen in Friaul-Julisch Venetien und einem regionalen Beitrag von fast zehntausend Euro.

Friaul-Julisch Venetien: Region unter der Führung der PD, regiert von Debora Serracchiani.

Erwin Rommel: historisch herzzerreißender Charakter, verantwortlich für Massaker und Deportationen, aber mit Büffelschüssen „gesäubert“ und von einem Hauch falscher Mythen umgeben. Mythen, die von Historikern mehrmals demontiert wurden, aber in der Popkultur überlebten.

Auf die berechtigte Ratlosigkeit der Wahl reagieren die Gipfel der friaulisch-julischen PD pikiert und rufen falsche Historiker und konzeptuelle Geschichtsschreiber zu Hilfe.

Hundert Jahre nach Kobarid, ein Kurzschluss zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg.

Hundert Jahre im Nordosten: Ignoranz, Revisionismus, Circlebotry und im Hintergrund die Austronostalgie, die in diesen Gebieten präsent ist.

Es ist eine paradigmatische Geschichte. Nicoletta Bourbaki erzählt sie Dir auf ihrer  Facebook-Seite.

Übersetzung hier

Mario Dalmaviva: Mein politischer Weg verlief instinktiv

                           In memoriam di Mario Dalmaviva

Interview bei Futuro Anteriore vom Februar 2001/Übersetzung Teil I
                                 

Mario Dalmaviva war einer der bedeutendsten Protagonisten der langen Sechzigerjahre Italiens. Er betonte immer wieder, dass sein Heranreifen als Aktivist atypisch verlief, denn er zog von Rom nach Turin – in die Stadt der Großindustrie, die von Mirafiori und ihrer Arbeiterkämpfe -, um sich sein „Schlachtfeld“ auszusuchen. Dort schrieb er sich bei Potere Operaio (Arbeitermacht) ein, dessen letzter Sekretär er auch wurde. Gemeinsam mit vielen anderen, war er Angeklagter im Prozess 7.April gegen die Organisation Autonomia Operaia. Er verstarb (20./21.Juli 2016) nach einer langen Krankheit. Hier sei an ihn erinnert mit der Wiedergabe eines Interviews vom Februar 2001, das in der  Zeitschrift Futuro Anteriore erschien […]

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Un appello per la difesa della democrazia. Intellettuali europei per il NO

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Noi guardiamo con attenzione e rispetto al voto sul referendum costituzionale in Italia e pensiamo che debba essere il popolo italiano a decidere sulla propria Costituzione. Siamo infatti colpiti dalla quantità di pressioni che arrivano sui popoli perché si adeguino al pensiero dominante. Continue reading „Un appello per la difesa della democrazia. Intellettuali europei per il NO“

Mario Dalmaviva zum Gedenken

von Stefano Alberione (Mitglied des CNG – Rifondazione Communista)
übersetzt v. R.Greco

dalmavivafotoUnser Kamerad Mario Dalmaviva ist gestorben. Marione, Jahrgang 1940, haben wir Anfang der siebziger Jahre kennengelernt. Er stand vor den Werkstoren von Mirafiori in Turin als kompromissloser Aktivist der linken revolutionären Organisation Potere Operaio, der immer zur Konfrontation bereit war. 1979 wurde er im Zuge des Justizverfahrens 7. April verhaftet und der Bildung einer bewaffneten Bande sowie des Aufstandes zum Sturz der Staatsmacht beschuldigt. Continue reading „Mario Dalmaviva zum Gedenken“

Memoria

„Memoria“, Regie führte Ruggero Gabbai. Autoren sind: Marcello Pezzetti und Liliana Picciotto, Produktion: Forma International, Italia, 1997. Dauer: 90 Minuten. Englische Untertitel.

„Memoria“ ist ein einzigartiges historisches Dokument. Es beinhaltet die Zeugnisse italienischer Juden, die nach Auschwitz deportiert wurden. Die Autoren führten mit Überlebenden in den 1990iger Jahren Interviews zu den verschiedenen Phasen der italienischen Shoah.