Kategorie: globale Proteste

Gilets Jaunes: Manifest der 40 Forderungen



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Original: 

Cosa vogliono i gilets jaunes: il manifesto in 40 punti della rivolta francese


Nach Macrons gestrigem (4.11.2018) Einschwenken auf die Basisforderung der Gilets Jaunes, die Erhöhung der Kraftstoffpreise zurückzunehmen, kann man gespannt sein, ob die Bewegung weiterzieht oder innehält. Der in drei Wochen Kampferfahrung mittlerweile entwickelte Foderungskatalog, der im Netz zirkuliert, lässt eher vermuten, dass auch weiterhin mit ihren Aktionen zu rechnen ist. 

Die Statik sozialer Bewegung ist eben ständigen Veränderungen ausgesetzt. Mittlerweile zirkuliert breit im Netz ein Manifest an Forderungen der Gilets Jaunes. Es ist schwer einzuschätzen, welchen Einfluss sie hatten und vielleicht noch haben werden. Sie sind jedoch ein Dokument der Lernfähigkeit sozialer Bewegung aber auch ihrer Defizite. 

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Wenn wir unsere Lage verändern wollen, müssen wir auf der Straße kämpfen/Interview mit dem Comité pour Adama


Comité Adama/Gilets jaunes : « Si nous voulons changer notre destin, nous devons lutter dans la rue »

„Se vogliamo davvero cambiare il nostro destino, dobbiamo lottare nelle strade.“ Intervista al Comitè pour Adama

 

Youcef Brakni ist einer der Sprecher des Adama-Comité. Er hat vorgeschlagen, am 1. Dezember 2018 die Aktionen der Gilets Jaunes Bewegung in Paris zu unterstützen. Dazu gibt es unterschiedliche Positionen. Dazu gibt es unterschiedliche Positionen.

Mizane.info schildert in diesem Interviev die des Comité Adama.

 

Um das Bild, der Mainstream Medien, gerade auch des Staatssenders Deutschlandfunk, zu korrigieren, der die Gilets Jaunes immer häufiger der Klischee – Kategorie „rechte und linksextreme Populisten“ zuordnet. 

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Frankreichs Schüler demonstrieren


In ganz Frankreich gingen heute die Schüler auf die Straße. Hunderte von Schulen und Instituten wurden von Schülern blockiert. In Aubervilliers hat die Polizei die Kontrolle über die Stadt völlig verloren. Quelle: infoaut/informazioni di parte

brennendes Auto Aubervilliers

In den letzten Wochen wurde die französische Debatte durch die Revolten der Gilets Jaunes beherrscht. Die Kraft der Proteste, die das ganze Land stilllegen, wirkt sich auch darauf aus, anderen sozialen Kämpfen Energie und Begeisterung zu verleihen. Heute haben die französischen Schüler einen Tag der Schulblockaden und Demonstrationen in den Städten organisiert. Der Streik, der ursprünglich von einer Reihe von Gewerkschaften der Sekundarschulen ausgerufen wurde, bewies sofort, dass er die vorgeschriebenen Grenzen und die Erklärungen der Gewerkschaften überschritt. Während Gewerkschaftssprecher ihre Solidarität mit den friedlichen Jaunes Gilets bekundeten und die Gewalt auf den Straßen beklagten, begannen bereits in ganz Frankreich Konflikte zwischen Studierenden und Ordnungskräften zu laufen. Continue reading „Frankreichs Schüler demonstrieren“

Les Gilets Jaunes en marche


30.11.2018

Dritter Samstag in Folge, an dem die Gilets Jaunes mobilisierten. Die Bewegung ging aus einem Protest gegen die Verteuerung der Kraftstoffe hervor und entwickelte ich zu einer allgemeinen Erhebung gegen schlechtes Leben und für den Rücktritt des Präsidenten Macron.

Bericht siehe hier

Chronik einer Blockade des Mont Blanc Tunnels, am 24. November 2018


„Les Gilets jaunes, heißt für mich, dass da auf einmal, auf die geschaut wird, die unten stehen!“

Samstag, 24. November 2018. Noch mitten am Morgen. Zum ersten Mal sehen wir die „Gilets Jaunes“. Sie stehen am Anfang des Viadukts, das in Richtung Chamonix zum Mont Blanc Tunnel hinaufschlängelt. Wir haben das Gilet in den Rucksack gepackt und wollen erfahren, was die Träger der Bewegung uns zu sagen haben. Die ist im Begriff, die französischen Institutionen aus dem Gleichgewicht zu werfen und die These zu verwerfen, dass die Kluft zwischen Eliten und Bevölkerung durch Macron überbrückt werden könnte. 

Wir haben deshalb diese kleine Reportage verfasst, in der wir versuchen  Dutzende Interviews, die wir an der Sperre gemacht haben zusammen zu fassen, nebst unserer Eindrücke und Gedanken zur Bewegung.

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SOLIDARIETÀ CON LA COMUNITÀ ITALIANA DI RIACE A FRIBURGO (BRESGOVIA/GERMANIA)


Solidarität mit der italienischen Gemeinde Riace in Freiburg/Br.

Comunicato stampa 10.11.2018/Comunicato di stampa originale in lingua tedesca. Traduzione G.Melle | Oggi si è svolto a Friburgo una manifestazione dell’iniziativa Solidarietà Città di Friburgo in solidarietà con la comunità italiana Riace. „Solidarietà con Riace“ e „Giù le mani da Riace“ sono state le rivendicazioni centrali della manifestazione. Sulla piazza del municipio si sono radunate numerose persone. La rappresentante Janika Kuge dell’iniziativa della Città della Solidarietà ha dichiarato: „Tutti parlano di un passaggio a destra e del ritorno del nazionalismo. Tutti? Tutti? No! Un piccolo villaggio del sud Italia sta resistendo! Solo il piccolo villaggio? No! No! No! No! No! In molte città e villaggi dell‘ Europa, del Sud America, del Canada e degli Stati Uniti la resistenza sta crescendo“. Sono tutti impegnati in città basate sulla solidarietà. Anche a Friburgo. Dimostriamo oggi che vogliamo un’Europa diversa! Dimostriamo che insieme ci batteremo a favore di un’altra Europa! Un’Europa della solidarietà! L`intervento

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EINE LETZTE BRIOCHE IN DEN BERGEN SÜDOSTMEXIKOS


(Ein Beitrag der am Ende der CompARTE PER LA VITA E LA LIBERTÀ 2018 im Caracol di Morelia, Torbellino de nuestras palabras, in den Bergen Südostmexikos gelesen wurde.)


L’ULTIMA BRIOCHE
NELLE MONTAGNE DEL SUDEST MESSICANO

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LA ÚLTIMA MANTECADA EN LAS MONTAÑAS DEL SURESTE MEXICANO

The Last Honeybun in the Mountains of Southeastern Mexico

Vielleicht hat sich die Tragödie durch eine Reihe von Zufallsereignissen entwickelt, ohne dass ein Zusammenhang zwischen ihnen erkennbar war.

Aber  vielleicht war der Zufall nur ein unglücklicher Umstand, als ob das Schicksal die Gerüchte über ihre Existenz genährt hätte, indem es Teile eines Puzzles auf die zerbrochenen Köpfe von Menschen und auf Maschinen warf. Continue reading „EINE LETZTE BRIOCHE IN DEN BERGEN SÜDOSTMEXIKOS“

Nationalversammlung der Riders: neue Kampf- und Organisationsformen



von Paolo Scanga, 18 aprile 2018

bei DINAMOPRESS: unabhängiges Informationsprojekt, das am 11. November 2012 aus der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen sozialen Räumen in Rom, professionellen Journalisten, Universitätsforschern, Videoproduzenten und Aktivisten entstanden ist.

übersetzt von Roberto Greco


Foodora, Deliveroo, Glovo und JustEat. Das sind die Lebensmittelketten, die von mehr als hundertfünfzig Arbeitern bei der Nationalversammlung der Riders vertreten wurden. Aus Bologna, Mailand, Turin und vielen anderen Städten haben die Fahrer, wie auch viele Unterstützer, auf den Aufruf des Kollektivs Riders Union Bologna reagiert. Außerdem waren Vertreter des Collectif des livreurs autonomes de Paris (CLAP) und des Collectif des coursier-e-s aus Belgien anwesend. Ein Baustein, der darstellt, wie zentral der kontinentale Raum ist, um zu versuchen, eine organisatorische und fordernde Plattform zu diesen Ketten der multinationalen Ausbeutung aufzubauen. Continue reading „Nationalversammlung der Riders: neue Kampf- und Organisationsformen“

“Den Deutschen ist es egal. Wir müssen selbst kämpfen!”


LeiharbeiterInnen beim Automobilhersteller FAW-VW fordern gleiche Entlohnung und werden kriminalisiert. Gleichzeitig brechen anderswo bei VW Arbeiterkämpfe aus – von Ralf Ruckus

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Im Chaos leben und eine neue Welt schaffen


Autor:                     

Original:        la-jornada-trans

Raúl Zibechi, scrittore e giornalista uruguayano dalla parte delle società in movimento è redattore del settimanale Brecha. I suoi articoli vengono pubblicati con puntualità in molti paesi del mondo, a cominciare dal Messico, dove Zibechi scrive regolarmente per la Jornada. In Italia ha collaborato per oltre dieci anni con Carta e ha pubblicato diversi libri: Il paradosso zapatista. La guerriglia antimilitarista nel Chiapas, Eleuthera; Genealogia della rivolta. Argentina. La società in movimento, Luca Sossella Editore; Disperdere il potere. Le comunità aymara oltre lo Stato boliviano, Carta. Territori in resistenza. Periferia urbana in America latina, Nova Delphi. Il suo ultimo libro, Descolonizar. Il pensamiento critico y las practicas emancipatorias, sta per uscire in Colombia per le edizioni desde abajo. Molti altri articoli inviati da Zibechi a Comune-info sono qui.

http://www.arcoiris.tv/scheda.php?l=1&st=es&lid=136

comune-info.net
Quelle: http://comune-info.net/2015/02/caos-sistemico-transizioni-in-corso/

Die Geopolitik hilft uns die Welt, in der wir leben, zu verstehen. Vor allem gilt dies für turbulente Zeiten wie  die derzeitigen. Ihr prinzipieller Charakter besteht in einer fortwährenden Folge von Veränderungen und permanenten Schwankungen. Doch die Geopolitik hat ihre Grenzen, wenn es darum geht, die Aktivitäten anti-systemischer Bewegungen anzusprechen. Die Geopolitik bietet uns eine Lesart des Szenarios an, in der sie agieren. Sie kann jedoch nicht die zentrale Deutung der emanzipativen Kämpfe liefern.

 

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