Kategorie: Gesellschaft

# 035: Wohltätigkeit ist das Ersäufen des Rechts im Mistloch der Gnade. (Johann Heinrich Pestalozzi)

Autor: M.A. Karjalainen

Diese Zitat habe ich Georg Schramm zu verdanken. Der großartige deutsche Kabarettist hat auf einer Tagung der GLS-Bank eine Rede zum Thema „Der Krieg Reich gegen Arm“ gehalten und eben jene Worte des Pädagogen Pestalozzi wiedergegeben.

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Es ist mit einem deutlichen Abschmelzen der Renten zu rechnen

Zahl der Rentner mit kleinen Altersrenten hat zugenommen

Ren on Disco-tour
zum dlf-Interview Rentenbericht 2017

Es aast das Rentier auf der Rente
das Grasland war noch nie so reich
Geschenk des Himmels, doch seit der Wende
wird das Rentier nurmehr bleich. Continue reading „Es ist mit einem deutlichen Abschmelzen der Renten zu rechnen“

Im Chaos leben und eine neue Welt schaffen

Autor:                     

Original:        la-jornada-trans

Raúl Zibechi, scrittore e giornalista uruguayano dalla parte delle società in movimento è redattore del settimanale Brecha. I suoi articoli vengono pubblicati con puntualità in molti paesi del mondo, a cominciare dal Messico, dove Zibechi scrive regolarmente per la Jornada. In Italia ha collaborato per oltre dieci anni con Carta e ha pubblicato diversi libri: Il paradosso zapatista. La guerriglia antimilitarista nel Chiapas, Eleuthera; Genealogia della rivolta. Argentina. La società in movimento, Luca Sossella Editore; Disperdere il potere. Le comunità aymara oltre lo Stato boliviano, Carta. Territori in resistenza. Periferia urbana in America latina, Nova Delphi. Il suo ultimo libro, Descolonizar. Il pensamiento critico y las practicas emancipatorias, sta per uscire in Colombia per le edizioni desde abajo. Molti altri articoli inviati da Zibechi a Comune-info sono qui.

http://www.arcoiris.tv/scheda.php?l=1&st=es&lid=136

comune-info.net
Quelle: http://comune-info.net/2015/02/caos-sistemico-transizioni-in-corso/

Die Geopolitik hilft uns die Welt, in der wir leben, zu verstehen. Vor allem gilt dies für turbulente Zeiten wie  die derzeitigen. Ihr prinzipieller Charakter besteht in einer fortwährenden Folge von Veränderungen und permanenten Schwankungen. Doch die Geopolitik hat ihre Grenzen, wenn es darum geht, die Aktivitäten anti-systemischer Bewegungen anzusprechen. Die Geopolitik bietet uns eine Lesart des Szenarios an, in der sie agieren. Sie kann jedoch nicht die zentrale Deutung der emanzipativen Kämpfe liefern.

 

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Von der Willkommenskultur zum Abschiebungswettbewerb

Vorbemerkung

Dieser Artikel wurde von einer antirassistischen Aktivistin geschrieben, die seit Ende der 1990er Jahre Migrationsbewegungen und die Kämpfe Geflüchteter beobachtet und unterstützt. Seit anderthalb Jahren arbeitet sie zudem (wieder) als hauptamtliche Flüchtlingsberaterin in einer westdeutschen Großstadt. Die Veränderungen im öffentlichen Diskurs, in der Wahrnehmung Geflüchteter wie auch den Resonanzboden der Diskurse auf der legislativen Ebene des Asyl- und Aufenthaltsrechts bekam sie sehr direkt mit – in ihrem Arbeitsalltag wie in ihrem politischen Umfeld. Trotzdem ist dieser Artikel eine sehr subjektive Sicht auf gegenläufige Entwicklungen, die von einer weiterhin relativ „flüchtlingsfreundlichen“ Grundstimmung in der städtischen Zivilgesellschaft und einem mittlerweile europaweiten hegemonialen neu-rechten Diskurs, der auf Abschottung und Abschiebung zielt, geprägt sind.

In diesem Artikel versucht sie, die enorme Diskrepanz zwischen dem, was sie in ihrer politischen Arbeit wie auch in ihrer bezahlten Beratungsarbeit erlebt, dem, was gleichzeitig politisch diskutiert wird und dem, was ihr politisch notwendig scheint zu skizzieren.

zum Artikel

„Überwintern“ im Kälteschutz

Eindrücke zum Überleben auf der Straße
und aus der Pflasterstubenarbeit

DSCI0212.JPGZum Kongress Armut und Gesundheit

Es ist sieben Uhr morgens, gerade angekommen am Hauptbahnhof in Berlin, vertrete ich mir auf dem Vorplatz etwas die Beine und versuche in der kalten Witterung die Müdigkeit einer langen, fast schlaflosen Nachtfahrt im Schnellzug, loszuwerden. In zwei Stunden beginnt der Kongress Armut und Gesundheit in der Technischen Universität am Ernst Reuter Platz. Continue reading „„Überwintern“ im Kälteschutz“

 

Protestbewegung Nuit Debout in Frankreich „Unsere Träume passen nicht in eure Urnen“

Die geplante Änderung des Arbeitsgesetzes gab den Ausschlag: Am 31. März 2016 versammelten sich erstmals Tausende auf der Pariser Place de la République. Nuit Debout, auf Deutsch etwa ‚Aufrecht durch die Nacht‘, wurde zum Motto einer neuartigen Protestbewegung.

Von Ruth Jung  => anhören/lesen bei Deutschlandfunk

weitere Infos bei: http://www.wikiwand.com/de/Nuit_debout

Nuit Debout in Straßburg

Der Mythos von der kulturellen Identität

Deutschland heute: Ein alter Mythos ist wiedergeboren – der Mythos von der kulturellen Identität. Nicht nur Pegida und AfD beschwören ihn; ebenso zeigt er sich in Debatten um das Kulturgutschutzgesetz wie in der Glorifizierung von Nationalmannschaften. Wird Kultur dann relativ, austauschbar und beliebig?                                      Von Daniel Hornuff

zum Beitrag im Deutschlandfunk

Brief ohne Hochachtung – Sind wir das Volk?

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“Liebe Frau Merkel,

Mein Name ist Heidi Langer, ich bin 45 Jahre alt und stamme aus der ehemaligen DDR.
Als Kind, Jugendliche und junge Frau habe ich die Bundesbürger glühend um das beneidet, das man Freiheit nennt. 1989 bin ich – gemeinsam mit vielen anderen – auf die Straße gegangen, weil ich diese Freiheit auch für mich und meine Kinder wollte. Wir haben damals etwas bewirkt. Etwas Großartiges. Für unser Land, für unser Volk.
Dachten wir.                                                                     weiterlesen

Die deutsche dritte Welt

Sonia Seymour Mikich: „In Deutschland gibt es Armenviertel. So hoffnungslos, so unwürdig, so schockierend, wie wir es sonst von fernsten, ärmsten Ländern kennen. Als 2007 Bulgarien und Rumänien EU-Mitgliedsstaaten wurden, machten sich die Ärmsten, darunter viele Roma, auf den Weg in die westlichen Industrieländer. Weil sie einer ungeheuren Not in ihrer Heimat entkommen wollten. Und hier? Baute sich neues Elend auf. Für die Roma selbst, für ihre Nachbarn, für die Kommunen. So die Reporterinnen Edeltraud Remmel und Isabel Schayani. Menschliche Katastrophen, die wir gerne ausblenden.“

ein Beitrag von monitor