Kategorie: Flüchtlinge

# 035: Wohltätigkeit ist das Ersäufen des Rechts im Mistloch der Gnade. (Johann Heinrich Pestalozzi)

Autor: M.A. Karjalainen

Diese Zitat habe ich Georg Schramm zu verdanken. Der großartige deutsche Kabarettist hat auf einer Tagung der GLS-Bank eine Rede zum Thema „Der Krieg Reich gegen Arm“ gehalten und eben jene Worte des Pädagogen Pestalozzi wiedergegeben.

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Von der Willkommenskultur zum Abschiebungswettbewerb

Vorbemerkung

Dieser Artikel wurde von einer antirassistischen Aktivistin geschrieben, die seit Ende der 1990er Jahre Migrationsbewegungen und die Kämpfe Geflüchteter beobachtet und unterstützt. Seit anderthalb Jahren arbeitet sie zudem (wieder) als hauptamtliche Flüchtlingsberaterin in einer westdeutschen Großstadt. Die Veränderungen im öffentlichen Diskurs, in der Wahrnehmung Geflüchteter wie auch den Resonanzboden der Diskurse auf der legislativen Ebene des Asyl- und Aufenthaltsrechts bekam sie sehr direkt mit – in ihrem Arbeitsalltag wie in ihrem politischen Umfeld. Trotzdem ist dieser Artikel eine sehr subjektive Sicht auf gegenläufige Entwicklungen, die von einer weiterhin relativ „flüchtlingsfreundlichen“ Grundstimmung in der städtischen Zivilgesellschaft und einem mittlerweile europaweiten hegemonialen neu-rechten Diskurs, der auf Abschottung und Abschiebung zielt, geprägt sind.

In diesem Artikel versucht sie, die enorme Diskrepanz zwischen dem, was sie in ihrer politischen Arbeit wie auch in ihrer bezahlten Beratungsarbeit erlebt, dem, was gleichzeitig politisch diskutiert wird und dem, was ihr politisch notwendig scheint zu skizzieren.

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Oben die Mauern, unten die Risse (Teil I)

… ein zapatistischer Beitrag aus den südöstlichen Bergen Mexikos.

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Subcomandante Insurgente Galeano

publiziert am 11. April 2017
durch SupMoisés und SupGaleano

Februar 2017

Die Mühsale unseres Weges

Für uns, die zapatistischen Stammvölker besteht die Mühsal des Krieges seit Jahrhunderten. Der erreichte unsere Länder mit der Lüge der Zivilisation und der dominanten Religion. Damals sorgten Schwert und Kreuz dafür, dass unsere Leute verbluteten. Continue reading „Oben die Mauern, unten die Risse (Teil I)“

Jahresbescherungen 1/17

dsci0193Es ist schon einige Zeit abgesessen in dieser Stadt, an Häuserwänden und den Portalen der Kirchen, wo die Passanten flanieren und mir gelegentlich einen Blick und einige Cents zuwerfen.  Wenige Vorübergehende werfen mir auch Worte zu, Worte wie Steinwürfe. Manche sind gut gemeint und treffen gezielt ins Schwarze: „Man kann sein Leben doch nicht so wegwerfen!“ Continue reading „Jahresbescherungen 1/17“