Kategorie: DGB

Ungleichheit so groß wie vor 100 Jahren


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„Das Jahr 2017 geht zu Ende. Die Wirtschaft entwickelte sich mit 2,3 % Wachstum in diesem Jahr gut, die Beschäftigung nahm weiter zu und die Auftragsbücher der Unternehmen sind prall gefüllt. Also, alles im Lot!? Weit gefehlt! Denn vom Erfolg der deutschen Wirtschaft profitieren immer weniger Menschen. Die Einkommen sind so ungleich verteilt wie im Jahr 1913, also unmittelbar vor dem 1. Weltkrieg, zeigt eine neue Studie. (siehe dgb/klartext, Artikel)

Es ist wohl kaum verwunderlich, welch „ideologisches Vermögen“ dem Zitat zu Grunde liegt, jedoch erstaunlich, dass es fast unverschämt offen preisgegeben wird. Man könnte anmerken, wenn die Prämissen stimmen, ist die Kritik in immanenten Bahnen und der öffentlich kritische Disput eröffnet.

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Finanzmarktregulierung: Basel III erfreut Banken


 

klartext
zum Artikel

 

Es ist geschafft! Nach mehr als 7 Jahren mühseligem Hin und Her konnten sich die höchsten Bankenregulierer jüngst auf den Abschluss der sogenannten Basel III-Regeln verständigen. Besonders Deutschland hat die Verhandlungen des Basler Ausschusses über neue Regeln auf dem Bankenmarkt behindert. Wertvolle Zeit für die dringend notwendige Umsetzung neuer Finanzmarktregeln ist dadurch verloren gegangen. Zwar gibt es nun neue Kapitalregeln für Banken und eine Haltelinie für das Schönrechnen der Bankenrisiken, aber das Ergebnis konnte durch Lobbyarbeit aus Sicht der Bankenbranche erfolgreich weichgespült werden.

Griechenland-Geschacher geht weiter


klartext 7/2017

Schuldenkrise:

Die EU und der Internationale Währungsfonds streiten über die weitere Finanzierung Griechenlands. Denn der IWF macht weitere Hilfskredite von einem Schuldenschnitt für das Land abhängig – den die Europäer ablehnen. Auch für den DGB ist klar: Nur mit Schuldenerleichterungen und einem Ende der Sparpolitik kann die Krise beendet werden.

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Arrividerci Bandiera Rossa


1mai2016

1. Mai 2016 in Offenburg:

Wieder mal haben sie sich viel Mühe gemacht und im Vergleich zum vergangenen Jahr noch weniger Gewerkschafterinnen auf die Straße gebracht. Es scheint als würden die DGB Gewerkschaften (nur vor Ort?) es partout darauf anlegen, die Tradition der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung mit dicken Knüppeln (rhetorisch versteht sich) totzuschlagen. Continue reading „Arrividerci Bandiera Rossa“

Wohnungslose in Südbaden stimmen mit Nein


Bericht über das 3. triregionale Gewerkschaftstreffen in Basel (folgt)

Auch wenn wir nicht mitstimmen können
in Griechenland
wir stimmen mit Nein
ein großes Nein
denn wir stimmen ab
über die Würde

das griechische Volk leidet
auch wir leiden
die reaktionären Regierungen Europas
tanzen dazu den Totentanz
und hoffen
Σγρìza begraben zu können

Mikis Theodorakis singt zur Lyra:                                                                beweine nicht das Griechentum
wenn du es gebeugt siehst
sieh, es springt auf

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wir stimmen ab

ein großes Nein für unsere Würde
weil uns
die Pfeffersäcke
und ihre reaktionären Politiker
das Leben zur Hölle machen.

wenn die Armen
sich die Hände drücken
ist die Sonne der Welt sicher

 

Wie viel braucht der Mensch zum Leben?


Fachtagung: „Wie viel braucht der Mensch zum Leben?“

 

DGB und HBS haben eine Fachtagung zu den Hartz-IV-Regelsätzen durchgeführt. Die dort vorgestellte neue Studie zeigt, wie stark die Bundesregierung die Regelsätze kleingerechnet hat und wie negativ sich dies auf die Einkommensverteilung ausgewirkt hat. Weiter:

 Ankündigung Fachtagung: „Existenzsicherung mit und ohne Erwerbsarbeit“

 Das Bündnis für ein menschenwürdiges Existenzminimum, in welchem auch der DGB vertreten ist, setzt sich für die Einhaltung der Regelsätze ein. Auf einer Tagung am 25. November 2014 werden die Auswirkungen des klein gerechneten Regelsatzes näher beleuchtet. Weiter:

Die Politik der Troika muss gestoppt werden!


09.08.2013: Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hatte vom 25.- 28.07.2013 eingeladen zu einem deutsch-griechischen Austausch über „Erfahrungen, Strategien und Erfolge im Kampf um die Köpfe und Herzen. Gegen Rechtsradikalismus und Nazismus“. Auch andere Gewerkschaften des DGB unterstützten dies. Die Beschränkung der TeilnehmerInnen auf jeweils 15 KollegInnen aus Griechenland/Zypern und Deutschland ließ eine intensive Debatte aufkommen. Dabei ging es u.a. darum, mit Aktionsbeispielen und Handlungsideen Wege aufzuzeigen, wie insbesondere die Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben einbezogen werden und wie antifaschistische Arbeit der Gewerkschaften – in der BRD, in Griechenland und Zypern – stärker entwickelt werden kann. Continue reading „Die Politik der Troika muss gestoppt werden!“

Aufruf des DGB zum 1. Mai 2013


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1. Mai-Veranstaltung in Freiburg      Stühlinger Kirchplatz“, Freiburg

1. Mai in Rheinfelden                            Kastanienpark beim Rathaus, Rheinfelden

1. Maiveranstaltung in Waldkirch      Schlettstadt Allee, Waldkirch

1. Mai in Offenburg                                Reithalle, Offenburg

1. Mai in Müllheim                                  Marktplatz, Müllheim

Unter Termine finden sie die Veranstaltungen im Überblick. Klicken sie hier. 

Eine neue Ordnung der Arbeit, damit die Menschen gerecht entlohnt werden und von ihrer geleisteten Arbeit leben können: Ziel des DGB und seiner Mitgliedsgewerkschaften ist eine gestärkte Tarifautonomie und die Wiederherstellung von Ordnung am Arbeitsmarkt. In einer neuen Ordnung der Arbeit ist Arbeit wieder als zentrales Element der Teilhabe und persönlichen Verwirklichung anerkannt. Continue reading „Aufruf des DGB zum 1. Mai 2013“

Karlsruher Urteil: Entscheidung gefallen, Krise ungelöst


Endlich ist die Anspannung vorbei! Merkel, Rösler, die Opposition und sogar das Ausland sind erleichtert, weil alles so kam wie erwartet. Keine großen Überraschungen bei der Entscheidung des obersten deutschen Gerichtshofs zum Fiskalpakt und Rettungsschirm ESM. Auf deutsche Gerichte ist Verlass: Der Fiskalpakt ging geräuschlos durch. Der ESM jedoch mit Vorbehalt. Beides hat aber Folgen: Mit dem Fiskalpakt steht das Sparen nun – höchstrichterlich abgesegnet – über allen anderen gesellschaftspolitischen Zielen des Staates. Rezession hin, Staatsanleihenkrise her, gespart werden muss immer. Dies ist das Schicksal vieler Krisenländer. Die Folgen sind bekannt: Der Staat zieht sich von öffentlichen Aufgaben zurück: Investitionen werden zurückgefahren, öffentliche Beschäftigung wird abgebaut, das Tafelsilber der öffentlichen Hand wird privatisiert, Sozialleistungen und Renten werden gekürzt. Mit dem Fiskalpakt wird der Staat aus seinen Kernaufgaben zurückgedrängt – zulasten aller, die auf öffentliche Dienstleistungen und Daseinsvorsorge angewiesen sind. Der Fiskalpakt führt in der Rezession zur staatlich legitimierten Armut.