Kategorie: Bericht

Die PD von Friaul-Julisch Venetien und die historische Märchenstunde zu Rommel: ein Kurzschluss

Quelle: Wu Ming 4.10.2017 deutsche Übersetzung FHecker

Enges Verh‰ltnis
Paris, Juni 1940. Rommel, Kommandant der Frankreichinvasion, begrüßt Hitler bei dessen Besuch. Nicoletta Bourbaki setzt in der Reihe Mythologien den Akzent auf den Buchstaben, und konfrontiert ihn mit historischen Wahrheiten. Klicken Sie auf das Foto, um den Artikel zu lesen

// // Ein Bergrennen, das einer der Säulen des Dritten Reiches gewidmet ist, dies mit Unterstützung regionaler Organisationen in Friaul-Julisch Venetien und einem regionalen Beitrag von fast zehntausend Euro.

Friaul-Julisch Venetien: Region unter der Führung der PD, regiert von Debora Serracchiani.

Erwin Rommel: historisch herzzerreißender Charakter, verantwortlich für Massaker und Deportationen, aber mit Büffelschüssen „gesäubert“ und von einem Hauch falscher Mythen umgeben. Mythen, die von Historikern mehrmals demontiert wurden, aber in der Popkultur überlebten.

Auf die berechtigte Ratlosigkeit der Wahl reagieren die Gipfel der friaulisch-julischen PD pikiert und rufen falsche Historiker und konzeptuelle Geschichtsschreiber zu Hilfe.

Hundert Jahre nach Kobarid, ein Kurzschluss zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg.

Hundert Jahre im Nordosten: Ignoranz, Revisionismus, Circlebotry und im Hintergrund die Austronostalgie, die in diesen Gebieten präsent ist.

Es ist eine paradigmatische Geschichte. Nicoletta Bourbaki erzählt sie Dir auf ihrer  Facebook-Seite.

Übersetzung hier

Von der Willkommenskultur zum Abschiebungswettbewerb

Vorbemerkung

Dieser Artikel wurde von einer antirassistischen Aktivistin geschrieben, die seit Ende der 1990er Jahre Migrationsbewegungen und die Kämpfe Geflüchteter beobachtet und unterstützt. Seit anderthalb Jahren arbeitet sie zudem (wieder) als hauptamtliche Flüchtlingsberaterin in einer westdeutschen Großstadt. Die Veränderungen im öffentlichen Diskurs, in der Wahrnehmung Geflüchteter wie auch den Resonanzboden der Diskurse auf der legislativen Ebene des Asyl- und Aufenthaltsrechts bekam sie sehr direkt mit – in ihrem Arbeitsalltag wie in ihrem politischen Umfeld. Trotzdem ist dieser Artikel eine sehr subjektive Sicht auf gegenläufige Entwicklungen, die von einer weiterhin relativ „flüchtlingsfreundlichen“ Grundstimmung in der städtischen Zivilgesellschaft und einem mittlerweile europaweiten hegemonialen neu-rechten Diskurs, der auf Abschottung und Abschiebung zielt, geprägt sind.

In diesem Artikel versucht sie, die enorme Diskrepanz zwischen dem, was sie in ihrer politischen Arbeit wie auch in ihrer bezahlten Beratungsarbeit erlebt, dem, was gleichzeitig politisch diskutiert wird und dem, was ihr politisch notwendig scheint zu skizzieren.

zum Artikel

„Überwintern“ im Kälteschutz

Eindrücke zum Überleben auf der Straße
und aus der Pflasterstubenarbeit

DSCI0212.JPGZum Kongress Armut und Gesundheit

Es ist sieben Uhr morgens, gerade angekommen am Hauptbahnhof in Berlin, vertrete ich mir auf dem Vorplatz etwas die Beine und versuche in der kalten Witterung die Müdigkeit einer langen, fast schlaflosen Nachtfahrt im Schnellzug, loszuwerden. In zwei Stunden beginnt der Kongress Armut und Gesundheit in der Technischen Universität am Ernst Reuter Platz. Continue reading „„Überwintern“ im Kälteschutz“

Aber wo ist der Ausweg?

Wie es denn war, fragte mich eine Kollegin im Betrieb. „Gut! Da hast Du was verpasst!“ Sie lächelte etwas verkrampft und meinte erklärend, dass sie zu arbeiten gehabt hätte. Ich nahm ihr Statement zum Anlass nachzulegen und schwärmte von der Revue, die ich gestern im Kulturzentrum der Aleviten Offenburg zu verfolgen Gelegenheit hatte. Ich hatte keine Chance ihr Interesse zu wecken. Schnippisch, so als hätte ich gerade ihre ansonsten karge empathische Bereitschaft verletzt, sprach sie: „Ich halte sowieso nichts von Theater!“ Und ward den ganzen Tag nicht mehr gesehen! Ach, vergessen hab ich, dass sie Gewerkschaftsmitglied ist, und dass der Dialog den Neujahrsempfang des ver.di Ortsvereins betraf. Continue reading „Aber wo ist der Ausweg?“

Die Politik der Troika muss gestoppt werden!

09.08.2013: Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hatte vom 25.- 28.07.2013 eingeladen zu einem deutsch-griechischen Austausch über „Erfahrungen, Strategien und Erfolge im Kampf um die Köpfe und Herzen. Gegen Rechtsradikalismus und Nazismus“. Auch andere Gewerkschaften des DGB unterstützten dies. Die Beschränkung der TeilnehmerInnen auf jeweils 15 KollegInnen aus Griechenland/Zypern und Deutschland ließ eine intensive Debatte aufkommen. Dabei ging es u.a. darum, mit Aktionsbeispielen und Handlungsideen Wege aufzuzeigen, wie insbesondere die Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben einbezogen werden und wie antifaschistische Arbeit der Gewerkschaften – in der BRD, in Griechenland und Zypern – stärker entwickelt werden kann. Continue reading „Die Politik der Troika muss gestoppt werden!“

Don Gallo zum Gedenken

don_galloDer Priester der Armen, Don Gallo ist tot.

Er ist heute um 17:45 von uns gegangen. Ich bin diesem außergewöhnlichen Mann 2001 während des G8-Gipfels begegnet und habe die von ihm gegründete Kirchengemeinde im Hafen von Genua nochmals 2003 an seinem 75. Geburtstag besucht, wo ich mehr von ihm und seinem Lebenswerk erfahren konnte.

Don Gallo 2003.pdf

In stiller Trauer mit all denen, die ihm begegnet sind und die ihn begleitet haben. Günter Melle

Ein absoluter Gewinn

Das 14. Berbertreffen in Offenburg

geschrieben von Günter Melle

Demokratieforum am Ölberg 6.8.11

"Für uns als Kulturförderverein Stud Offenburg war das 14. Berbertreffen ein absoluter Gewinn. Wir werden die Türen bei evtl. zukünftigen Projekten der Wohnungslosen ganz weit aufmachen.” Ein besseres Kompliment hätten die Organisatoren des 14. Berbertreffens in Offenburg nicht erhalten können. Es fasst all das zusammen, was die Teilnehmer auf dem abschließenden Forum gestern morgen bewegte und fühlten.

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Der Tomatenstreik der Landarbeiter von Nardò

Quelle: 1/08/2011

 Brigate solidarietà attiva Versione in pdf

Am 31. Juli ist auf dem Land bei Nardó etwas unvorhergesehenes geschehen. Vierzig Arbeiter, Migranten, ernteten Tomaten, für 4 € die Kiste, was ungefähr einer Stunde Arbeit gleichkommt. Als der Vorarbeiter verlangte, dass sie mehr arbeiten, forderten sie einen adäquaten Ausgleich. Offensichtlich erhielten sie ihn nicht, das war nichts neues.

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