Kategorie: Bericht

Frankreichs Schüler demonstrieren


In ganz Frankreich gingen heute die Schüler auf die Straße. Hunderte von Schulen und Instituten wurden von Schülern blockiert. In Aubervilliers hat die Polizei die Kontrolle über die Stadt völlig verloren. Quelle: infoaut/informazioni di parte

brennendes Auto Aubervilliers

In den letzten Wochen wurde die französische Debatte durch die Revolten der Gilets Jaunes beherrscht. Die Kraft der Proteste, die das ganze Land stilllegen, wirkt sich auch darauf aus, anderen sozialen Kämpfen Energie und Begeisterung zu verleihen. Heute haben die französischen Schüler einen Tag der Schulblockaden und Demonstrationen in den Städten organisiert. Der Streik, der ursprünglich von einer Reihe von Gewerkschaften der Sekundarschulen ausgerufen wurde, bewies sofort, dass er die vorgeschriebenen Grenzen und die Erklärungen der Gewerkschaften überschritt. Während Gewerkschaftssprecher ihre Solidarität mit den friedlichen Jaunes Gilets bekundeten und die Gewalt auf den Straßen beklagten, begannen bereits in ganz Frankreich Konflikte zwischen Studierenden und Ordnungskräften zu laufen. Continue reading „Frankreichs Schüler demonstrieren“

Les Gilets Jaunes en marche


30.11.2018

Dritter Samstag in Folge, an dem die Gilets Jaunes mobilisierten. Die Bewegung ging aus einem Protest gegen die Verteuerung der Kraftstoffe hervor und entwickelte ich zu einer allgemeinen Erhebung gegen schlechtes Leben und für den Rücktritt des Präsidenten Macron.

Bericht siehe hier

Chronik einer Blockade des Mont Blanc Tunnels, am 24. November 2018


„Les Gilets jaunes, heißt für mich, dass da auf einmal, auf die geschaut wird, die unten stehen!“

Samstag, 24. November 2018. Noch mitten am Morgen. Zum ersten Mal sehen wir die „Gilets Jaunes“. Sie stehen am Anfang des Viadukts, das in Richtung Chamonix zum Mont Blanc Tunnel hinaufschlängelt. Wir haben das Gilet in den Rucksack gepackt und wollen erfahren, was die Träger der Bewegung uns zu sagen haben. Die ist im Begriff, die französischen Institutionen aus dem Gleichgewicht zu werfen und die These zu verwerfen, dass die Kluft zwischen Eliten und Bevölkerung durch Macron überbrückt werden könnte. 

Wir haben deshalb diese kleine Reportage verfasst, in der wir versuchen  Dutzende Interviews, die wir an der Sperre gemacht haben zusammen zu fassen, nebst unserer Eindrücke und Gedanken zur Bewegung.

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SOLIDARIETÀ CON LA COMUNITÀ ITALIANA DI RIACE A FRIBURGO (BRESGOVIA/GERMANIA)


Solidarität mit der italienischen Gemeinde Riace in Freiburg/Br.

Comunicato stampa 10.11.2018/Comunicato di stampa originale in lingua tedesca. Traduzione G.Melle | Oggi si è svolto a Friburgo una manifestazione dell’iniziativa Solidarietà Città di Friburgo in solidarietà con la comunità italiana Riace. „Solidarietà con Riace“ e „Giù le mani da Riace“ sono state le rivendicazioni centrali della manifestazione. Sulla piazza del municipio si sono radunate numerose persone. La rappresentante Janika Kuge dell’iniziativa della Città della Solidarietà ha dichiarato: „Tutti parlano di un passaggio a destra e del ritorno del nazionalismo. Tutti? Tutti? No! Un piccolo villaggio del sud Italia sta resistendo! Solo il piccolo villaggio? No! No! No! No! No! In molte città e villaggi dell‘ Europa, del Sud America, del Canada e degli Stati Uniti la resistenza sta crescendo“. Sono tutti impegnati in città basate sulla solidarietà. Anche a Friburgo. Dimostriamo oggi che vogliamo un’Europa diversa! Dimostriamo che insieme ci batteremo a favore di un’altra Europa! Un’Europa della solidarietà! L`intervento

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#Afrin (non) è sola? – di Davide Grasso #BreakSilenceOnAfrin


Nella giornata di ieri, 18 marzo, milizie jihadiste sostenute dall’esercito turco hanno fatto ingresso in alcuni quartieri di Afrin, prendendoli sotto il loro controllo. Hanno umiliato e torturato civili, decapitato pubblicamente due combattenti, saccheggiato le abitazioni. Le forze confederali della Federazione del Nord o Rojava, per fortuna, avevano appena evacuato migliaia di civili, che si trovano adesso nella vicina regione di Sheeba, sempre nei pressi di Aleppo. Questi eventi sono arrivati dopo due mesi di strenua resistenza da parte delle unità popolari e femminili Ypg-Ypj, che hanno il compito di difendere la rivoluzione delle donne e delle comuni, nelle campagne attorno alla città, pur nella disparità di mezzi. Le forze rivoluzionarie hanno dichiarato che questi eventi segneranno il passaggio dalla guerra aperta alla continuazione della resistenza sotto forma di guerra di guerriglia.

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Die PD von Friaul-Julisch Venetien und die historische Märchenstunde zu Rommel: ein Kurzschluss


Quelle: Wu Ming 4.10.2017 deutsche Übersetzung FHecker

Enges Verh‰ltnis
Paris, Juni 1940. Rommel, Kommandant der Frankreichinvasion, begrüßt Hitler bei dessen Besuch. Nicoletta Bourbaki setzt in der Reihe Mythologien den Akzent auf den Buchstaben, und konfrontiert ihn mit historischen Wahrheiten. Klicken Sie auf das Foto, um den Artikel zu lesen

// // Ein Bergrennen, das einer der Säulen des Dritten Reiches gewidmet ist, dies mit Unterstützung regionaler Organisationen in Friaul-Julisch Venetien und einem regionalen Beitrag von fast zehntausend Euro.

Friaul-Julisch Venetien: Region unter der Führung der PD, regiert von Debora Serracchiani.

Erwin Rommel: historisch herzzerreißender Charakter, verantwortlich für Massaker und Deportationen, aber mit Büffelschüssen „gesäubert“ und von einem Hauch falscher Mythen umgeben. Mythen, die von Historikern mehrmals demontiert wurden, aber in der Popkultur überlebten.

Auf die berechtigte Ratlosigkeit der Wahl reagieren die Gipfel der friaulisch-julischen PD pikiert und rufen falsche Historiker und konzeptuelle Geschichtsschreiber zu Hilfe.

Hundert Jahre nach Kobarid, ein Kurzschluss zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg.

Hundert Jahre im Nordosten: Ignoranz, Revisionismus, Circlebotry und im Hintergrund die Austronostalgie, die in diesen Gebieten präsent ist.

Es ist eine paradigmatische Geschichte. Nicoletta Bourbaki erzählt sie Dir auf ihrer  Facebook-Seite.

Übersetzung hier

Von der Willkommenskultur zum Abschiebungswettbewerb


Vorbemerkung

Dieser Artikel wurde von einer antirassistischen Aktivistin geschrieben, die seit Ende der 1990er Jahre Migrationsbewegungen und die Kämpfe Geflüchteter beobachtet und unterstützt. Seit anderthalb Jahren arbeitet sie zudem (wieder) als hauptamtliche Flüchtlingsberaterin in einer westdeutschen Großstadt. Die Veränderungen im öffentlichen Diskurs, in der Wahrnehmung Geflüchteter wie auch den Resonanzboden der Diskurse auf der legislativen Ebene des Asyl- und Aufenthaltsrechts bekam sie sehr direkt mit – in ihrem Arbeitsalltag wie in ihrem politischen Umfeld. Trotzdem ist dieser Artikel eine sehr subjektive Sicht auf gegenläufige Entwicklungen, die von einer weiterhin relativ „flüchtlingsfreundlichen“ Grundstimmung in der städtischen Zivilgesellschaft und einem mittlerweile europaweiten hegemonialen neu-rechten Diskurs, der auf Abschottung und Abschiebung zielt, geprägt sind.

In diesem Artikel versucht sie, die enorme Diskrepanz zwischen dem, was sie in ihrer politischen Arbeit wie auch in ihrer bezahlten Beratungsarbeit erlebt, dem, was gleichzeitig politisch diskutiert wird und dem, was ihr politisch notwendig scheint zu skizzieren.

zum Artikel

„Überwintern“ im Kälteschutz


Eindrücke zum Überleben auf der Straße
und aus der Pflasterstubenarbeit

DSCI0212.JPGZum Kongress Armut und Gesundheit

Es ist sieben Uhr morgens, gerade angekommen am Hauptbahnhof in Berlin, vertrete ich mir auf dem Vorplatz etwas die Beine und versuche in der kalten Witterung die Müdigkeit einer langen, fast schlaflosen Nachtfahrt im Schnellzug, loszuwerden. In zwei Stunden beginnt der Kongress Armut und Gesundheit in der Technischen Universität am Ernst Reuter Platz. Continue reading „„Überwintern“ im Kälteschutz“

Aber wo ist der Ausweg?


Wie es denn war, fragte mich eine Kollegin im Betrieb. „Gut! Da hast Du was verpasst!“ Sie lächelte etwas verkrampft und meinte erklärend, dass sie zu arbeiten gehabt hätte. Ich nahm ihr Statement zum Anlass nachzulegen und schwärmte von der Revue, die ich gestern im Kulturzentrum der Aleviten Offenburg zu verfolgen Gelegenheit hatte. Ich hatte keine Chance ihr Interesse zu wecken. Schnippisch, so als hätte ich gerade ihre ansonsten karge empathische Bereitschaft verletzt, sprach sie: „Ich halte sowieso nichts von Theater!“ Und ward den ganzen Tag nicht mehr gesehen! Ach, vergessen hab ich, dass sie Gewerkschaftsmitglied ist, und dass der Dialog den Neujahrsempfang des ver.di Ortsvereins betraf. Continue reading „Aber wo ist der Ausweg?“

Die Politik der Troika muss gestoppt werden!


09.08.2013: Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hatte vom 25.- 28.07.2013 eingeladen zu einem deutsch-griechischen Austausch über „Erfahrungen, Strategien und Erfolge im Kampf um die Köpfe und Herzen. Gegen Rechtsradikalismus und Nazismus“. Auch andere Gewerkschaften des DGB unterstützten dies. Die Beschränkung der TeilnehmerInnen auf jeweils 15 KollegInnen aus Griechenland/Zypern und Deutschland ließ eine intensive Debatte aufkommen. Dabei ging es u.a. darum, mit Aktionsbeispielen und Handlungsideen Wege aufzuzeigen, wie insbesondere die Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben einbezogen werden und wie antifaschistische Arbeit der Gewerkschaften – in der BRD, in Griechenland und Zypern – stärker entwickelt werden kann. Continue reading „Die Politik der Troika muss gestoppt werden!“