Vom Tabu zur informierten Erinnerungslosigkeit – Ein Vortrag von Prof. Dr. Stapelfeldt

Am 25.08.2016 veröffentlicht

„Anlässlich seines Wien Besuchs im Rahmen der ÖH Veranstaltungen zur/gegen die 650 Jahr Feier der Uni Wien, wird Gerhard Stapelfeldt an seine im Dezember bei uns vorgetragenen Überlegungen zum „Weg der deutschsprachigen Soziologie in den Nationalsozialismus“ anknüpfen und über die Verdrängung des Nationalsozialismus in den deutschen Sozialwissenschaften von 1945 bis heute sprechen. Ausgehend von der sozialwissenschaftlichen Tabuisierung des NS unmittelbar nach Kriegsende, skizziert der Vortrag in enger Verknüpfung von Theoriegeschichte und Realgeschichte die Entwicklung dieser Verdrängung: über den individualistischen Ordoliberalismus, die großen gesellschaftstheoretischen Debatten der 1960er und 1970er Jahre (bsp. Positivismusstreit, Technokratiedebatte), die sprachtheoretische Wende, Ulrich Becks Individualisierungstheorem bis hin zur „informierten Erinnerungslosigkeit“ der gegenwärtigen Gesellschaft, wie sie sich beispielhaft in den Antisemitismusberichten der dt. Bundesregierung oder den „Deutschen Zuständen“ der Arbeitsgruppe um den Vorurteilsforscher Wilhelm Heitmeyer zeigt.“

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