«Vittorio è morto, restiamo umani»

Vittorio ist tot, bleiben wir menschlich! …

ist die Aufschrift eines Transparents, das heute morgen vor der Präfektur von Genua während einer Versammlung, aus Anlass der Hinrichtung von Vittorio Arrigoni, mitgeführt wurde. 

imageFotos: Vittorio Arrigoni u. Demonstrationen am Freitag, 15.04.2011


“Ich habe Vittorio vergangenes Jahr während der Operation Gegossenes Blei kennengelernt”, berichtet das Mitglied von Urgenza Sanitaria Gaza, Marcello Sordo. “Vittorio arbeitete beständig auf humanitärem Gebiet als ein Verteidiger der Rechte palästinensischer Bürger/innen und Fischer. In Israel wurde er für zwei Wochen inhaftiert als er versuchte, die Meeresblockade vor der Küste Gazas zu verletzen… Während des Krieges und der israelischen Bombardements hat Vittorio unter Einsatz seines Lebens bei den Ambulanzen mitgearbeitet. Das letzte Mal, als ich ihm begegnete, endet Marcello Sordo, war vor einigen Monaten in Genua, anlässlich der Präsentation seines Buches “Restiamo umani” (Bleiben wir menschlich, d.Ü.).

“Bleiben wir menschlich” war der Satz, mit dem der Pazifist Vittorio Arrigoni, Mitarbeiter der kommunistischen italienischen Tageszeitung, seine Artikel beschloss. Wut und Bestürzung herrscht bei den Freunden und Compagni von Vittorio im nationalen Koordinationskomitee Freedom Flotilla, welches für Ende März die nächste Lieferung von Hilfsmitteln nach Gaza geplant hat.

In der Beileidsbekundung der Gewerkschaft Cgil Lombardei an die Familie von Vittorio heißt es: “Heute morgen haben wir vom Tod des Pazifisten und Aktivisten Vittorio Arrigoni erfahren, der seit Jahren im Gaza Streifen an der Seite des palästinensischen Volkes steht. Seine Entführung durch die Gruppe Hisham as-Sùeidanì, alias Abu al-Walid al-Muqaddisi ist ein barbarischer Akt, ebenso auch seine Ermordung. Er ist ein Zeichen der Verachtung und der Verweigerung jeglichen Respekts gegenüber dem Engagement eines Menschen, der seit langem für sich entschieden hat, in Armut und in Gefahr an der Seite derer zu leben, die Opfer von Gewalt, Ungerechtigkeit und Verbrechen gegen die Menschlichkeit sind. (…) Sie haben Vittorio ermordet, der sich schuldig gemacht hat, an der Seite der Schwächsten zu sein, ohne sie zu fragen, an welchen Gott sie glauben oder welchen politischen Arm sie vertreten. Der Schmerz über den Tod eines jungen Mannes, eines gerechten Menschen ist groß. Mit der Haltung der Gewaltlosigkeit wusste er um seine schwierige Entscheidung…”

Die Seite Peacereporter erinnert an Vittorio Arrigoni mit den Worten: “Mit seinem Tod geht einer der engagiertesten Unterstützer der palästinensischen Sache. Er war Kriegsberichterstatter, ein Freund. Addio Vik”.

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(auszugsweise Übersetzung: Il Manifesto, 15.04.2011, G.Melle)

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